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Kompostsysteme
Nord GmbH
Industriepark 6
27777 Ganderkesee
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 Ein wenig Technik

Die Kompostierung ist eines der ältesten Behandlungsverfahren für die Verwertung von organischen Reststoffen. Trotz seines Alters ist es immer noch hochaktuell, ob im häuslichen Maßstab oder in der großtechnischen Realisierung.
In einer Kompostierungsanlage werden die mikrobiologischen Umsetzungsprozesse durch angemessene Technik unterstützt und beschleunigt. Auf diese Weise können auch große Mengen organischer Stoffe kontrolliert und wirtschaftlich behandelt werden.
Das BIOFERM®-Kompostierungsverfahren von Kompostsyteme Nord zeichnet sich durch das Prinzip der eingehausten Intensivrotte aus. Es wird überwiegend Bioabfall aus der getrennten Sammlung im Landkreis Oldenburg und der Stadt Delmenhorst verarbeitet.
Nach dem Passieren der Waage kippen die Müllsammelfahrzeuge den Bioabfall in der geschlossenen Annahmehalle ab. Vor der weiteren Behandlung des Materials wird eine intensive Störstoffentfrachtung durchgeführt. Dieser Verfahrensschritt ist eine wesentliche Komponente in der Qualitätssicherung unseres gütegesicherten Kompostes. Zudem verhindert die Ausschleusung der Fremdstoffe die Beschädigung technischer Anlagenkomponenten.
Um einen möglichst gleichmäßigen Kompostierungsverlauf zu erzielen, erfolgt im nächsten Schritt die Herstellung eines optimalen Gemisches von Bioabfall mit geschreddertem Baum-/Strauchschnitt als Strukturverbesserer.
Das so vorbereitete Material wird nun auf die Intensivrottetunnel verteilt. Das Kompostwerk in Ganderkesee verfügt über 6 dieser geschlossenen Tunnel, in denen ein eigens entwickeltes Wendeaggregat den Kompost auflockert und innerhalb von ca. 10 - 14 Tagen zum Tunnelende befördert.
Der Kompostwender läuft auf Schienen entlang des Tunnelsystems und sorgt für eine periodische Durchmischung, Belüftung und den Materialtransport in Richtung Austragsseite.
Das durch den Wendereinsatz frei werdende Segment am Tunnelbeginn wird über das aus mehreren Förderbändern bestehende, voll gekapselte, Eintragssystem mit neuem Rohmaterial beschickt. Eine elektronische Füllstandsregelung sorgt zuverlässig dafür, dass immer genau die richtige Menge nachgeführt wird.
Durch eine kontrollierte Belüftung werden ideale Bedingungen für die am Kompostierungsprozess beteiligten Mikroorganismen erzeugt. So steigen während der Intensivrottephase die Temperaturen im Rohmaterial auf ca. 60°C - 70°C an. Die Stoffwechselprozesse der Mikroorganismen sind für diese Temperaturerhöhung ausschlaggebend. Gleichzeitig garantieren die hohen Temperaturen die sichere Abtötung von pathogenen Keimen und unerwünschten Pflanzensamen.
Die geruchsbelastete Abluft aus den Rottetunneln wird abgesaugt, über einen großflächigen Bioabluftfilter gereinigt und erst dann an die Umgebungsluft abgegeben.
Während des Rotteprozesses entsteht sogenanntes Sickerwasser. Dieses wird getrennt erfasst und einer Abwasserbehandlung zugeführt.
Hat der Biomüll die Intensivrotte schließlich durchlaufen, ist nach den 10 - 14 Tagen ein hygienisierter und geruchsarmer Frischkompost entstanden.
Nachdem der Frischkompost über ein Austragsföderband die Rottetunnel verlassen hat, erfolgt die sogenannte Nachrotte auf einer überdachten Fläche.
Mittels Radlader werden Kompostmieten aufgesetzt. In ca. 8 - 12 Wochen werden die schwerer verfügbaren Stoffe vor allem durch Pilze und Actinomyceten verwertet, um dann in vielschichtigen biochemischen Prozessen zu Huminstoffen bzw. Ton-Humuskomplexen umgewandelt zu werden. Es sind gerade diese Prozesse, die für die Entstehung eines gärtnerisch wertvollen Fertigkompostes sorgen.
Schließlich ist der Kompostierungsprozess abgeschlossen und es erfolgt die Absiebung der verbliebenen gröberen Bestandteile wie Äste, Steine und Folienreste. Der Fertigkompost kann nun in der Landwirtschaft, bei Rekultivierungsmaßnahmen oder im heimischen Garten seine wuchsfördernden und humusbildenden Eigenschaften zur Geltung bringen.

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